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Getreidefreie Ernährung bei Hunden – Ja oder Nein?

Das Internet ist überflutet mit Fragen wie: „schadet Getreide dem Hund? Kann mein Hund Getreide verwerten? Ist getreidefreies Hundefutter besser? Sollte ich auf ein Hundefutter ohne Getreide umstellen?“

Um sich den häufig gestellten Fragen zu nähern, werfen wir uns zu allererst den Blick auf die Hintergründe einer getreidefreien Ernährung für Hunde.

getreidefreies Futter Hunde

Hintergrund
Seit einigen Jahren ist in der Heimtierernährung ein neuer Trend zu bemerken - und keinesfalls ein schlechter. Der Weg zur naturnahen Ernährung der Vierbeiner. Doch was heißt eigentlich „naturnah“ und warum werden plötzlich Rohstoffe verteufelt, die uns und unseren Haustieren seit Jahrzehnten gute Dienste leisten?! Wie bei uns Menschen scheinen auch beim Haustier Unverträglichkeiten, Allergien und andere Beschwerden immer weiter zu zunehmen und natürlich muss man in dieser Hinsicht einen Blick auf unserer aller Ernährung werfen.

Anpassung des Hundes an das Leben mit dem Menschen / Domestizierung
Der Hund, unser treuer Begleiter, ist an und mit uns gewachsen, hat sich durch uns und unsere Ernährungsgewohnheiten entwickelt und ist, obwohl man es überall hört, kein reiner Carnivore, also kein reiner Fleischfresser. Seine Nahrung kann und sollte neben fleischlichen Bestandteilen auch pflanzliche Anteile und Kohlehydrate enthalten, um ausreichend mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt zu sein.

Auf die Aufbereitung der Rohstoffe kommt es an!
Bei allen Rohstoffen im Futter gilt, sie müssen in ihrer Verdaulichkeit zu den physiologischen Strukturen und Voraussetzungen der Hunde passen, um auch von ihnen verwertet werden können. 

Hier gibt es von Hund zu Hund Unterschiede. Was dem Einen gut bekommt, kann der Andere vielleicht nicht gut verwerten oder hat eventuell sogar eine Unverträglichkeit entwickelt. Wichtig ist immer ein guter Aufbau der Nahrung. Hochwertige Proteine, leicht verdauliche und gut aufgeschlossene Kohlehydrate und ausgewählte Pflanzenstoffe wie Kräuter, Gemüse und sogar Obst und Beeren in kleinen Mengen sind die Basis.

Getreide – Allergieauslöser?
Unverträglichkeiten sind in aller Munde doch oft weiß der Hundehalter gar nicht, gegen was diese Unverträglichkeit tatsächlich besteht. Hier kann eventuell schon eine in Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt professionell durchgeführte Eliminationsdiät weiterhelfen. Oft ist es beispielsweise gar kein Getreide oder Kleberstoff (Gluten) auf den der Hund reagiert, sondern eine bestimmte Eiweißquelle. Hier auf ein getreidefreies Futter umzustellen würde nicht helfen, wenn dort das gleiche Eiweiß enthalten ist. Auch bei Reaktionen auf saisonale Gräser kommt es zum typischen Bild mit Hautirritationen und Juckreiz. Ursachenforschung ist hier das A und O. 

Eine Unverträglichkeit auf Getreide kommt vor, ist aber in der Praxis eher selten. Hunde können die enthaltene Stärke sogar gut in Energie umwandeln, vorausgesetzt diese wurde vorher durch entsprechende Temperaturen aufgeschlossen. Hunde ohne bekannte Empfindlichkeiten können ohne Probleme weiterhin mit gut verdaulichen Getreidesorten gefüttert werden. 

Bei Hunden, die nachweislich auf Futtermittel mit glutenhaltigen Kohlehydraten reagieren kann eine getreidefreie Ernährung aber eine gute Alternative sein um die Gesundheit des Vierbeines zu erhalten. Kohlehydratquellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln und Erbsen, sowie Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Heidekorn (Buchweizen), liefern große Mengen an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. 


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